Mitarbeiter als Botschafter.
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Personalwirtschaft (11/2006) las ich heute einen kurzen Bericht über eine gerade veröffentlichte Studie, bei der es um Reputationsbildung geht. “Die Mitarbeiter haben einen sehr hohen Einfluß auf den Ruf eines Unternehmens”. So das – wenig überraschende – Ergebnis der Studie von Dr. Sabrina Helms, Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Strategisches Marketing an der Privaten Universität Witten/Herdecke. Kernergebnis der Studie ist ein “Perpetuum Mobile – Effekt”: “Es zeigt sich, dass der wahrgenommene gute Ruf eines Unternehmens die Zufriedenheit, den Stolz und die Verbundenheit der Mitarbeiter gegenüber ihrem Arbeitgeber steigert”, so Helm. Auch klar: Von Nichts kommt Nichts. Deshalb fordert die Professorin die Unternehmen auf, ihre Mitarbeiter mehr als bisher mit gezielten Maßnahmen darin zu unterstützen, Boschafter des guten Rufs zu werden. Sie empfiehlt dazu Schulungen anzubieten, um Mitarbeiter zu befähigen auf rufschädigende Tendenzen zu achten und reagieren zu können. Sie verspricht, dass diese Investitionen ein gutes Investment sind, zumal ein guter Leumund auch die besten Bewerber anzieht (!)
… Und das ist genau der Ansatzpunkt, um den Unternehmen zu empfehlen die Möglichkeiten des Web 2.0 für ihre Zwecke zu nutzen. Blogs z.B. eignen sich hervorragend um Mitarbeiter für ihren Arbeitgeber sprechen zu lassen. Die Risiken sind geringer, als die meisten Unternehmensvertreter denken. Mitarbeiter gehen in den allermeisten Fällen sehr verantwortungsvoll mit ihren Brötchengebern um, wenn zwei Aspekte bedacht werden: 1. Eine Blogging Policy, die einige wenige wichtige Regeln zum Umgang und zur Nutzung von Blogs aufstellt und 2., wenn Eigeninitiative gefördert wird. Hier schließt sich der Kreis zur Kernaussage der Studie von oben, denn eigeninitiativ sein zu dürfen fördert den Stolz des Mitarbeiters auf sein Unternehmen. Also, Zeit über Corporate Blogs und Mitarbeiter-Blogging nachzdenken.


Alexandra Said,
16. November, 2006 @ 15:52
Carsten,
in der Zeitschrift ‘Employee Recruitment & Retention’ habe ich folgendes Zitat gelesen: ‘According to Maria Grant, Deloitte & Touche partner in charge of the human capital program in Michigan, it costs $12,000 in recruimtent and traingin expenses to replace the average nonprofessional worker and $35,000 to find a new professional employee. At the Families and Work Institute, experts tell comapnies it will cost about 75 percent of a nonmanagerial workder’s annual salary to replace him or her and 150 percent of a manager’s annual salary’
Das unterstuetzt in Zahlen, was Frau Dr Helms fordert. Sind, wie ich finde, ueberzeugende Betraege, um sich um Motivation und Zufriedenheit seiner Mitarbeiter zu bemuehen.
Gruesse
Alexandra
Mirko Said,
17. August, 2007 @ 10:19
Was stand denn genau in dem Artikel? Bzw. stand dort wo man die Studie finden kann. Ich hab überall gesucht, aber weder ein Buch noch eine Internetressource gefunden…
Mir würde auch schon helfen, wenn ich wüßte wie der Bericht hieß.
Gruß
Mirko
Carsten Franke Said,
17. August, 2007 @ 12:02
Hallo Mirko,
ich suche den Bericht am Wochenende mal raus und poste ihn dann hier im Blog. Die Studie hat mir Frau Prof. Helms auch zur Verfügung gestellt, da müsste ich aber mal nachfragen, ob ich die weitergeben darf.
Grüße von Carsten Franke
Carsten Franke Said,
21. August, 2007 @ 13:23
Hallo Mirko,
ich finde diese Ausgabe nicht mehr in meinem Fundus. Ich weiss aber noch, dass es ein 1-spaltiger, kurzer Bericht in der Ausgabe 11/2006 der Personalwirtschaft war (mit Herrn Sattelberger – damals Continental – auf dem Titel). Die Studie wurde nicht mit ganzem Titel genannt, sondern nur im Zusammenhang mit einem Abstract der Autorin mit dem Thema “Reputationsbildung” zitiert. Sorry!