Employer Branding in der Krise?
2009 ist ein schlimmes Jahr. Kein Tag vergeht ohne Hiobsbotschaften. Zugegeben, jetzt im Herbst hellt sich die Stimmung nun endlich wieder etwas auf, aber für den Arbeitsmarkt beginnen die schlechten Zeiten möglicherweise erst. Wenn nun auf die Kurzarbeit verstärkt Entlassungen erfolgen, kann das verheerende Auswirkungen auf das Arbeitgeberimage der betroffenen Unternehmen haben.
Doppelte Krise.
Problematisch daran ist: Die nächste Krise ist schon da. Denn bereits jetzt, noch bevor wir diese ökonomische Herausforderung überstanden haben, müssen wir uns in Deutschland und Europa den Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die Unternehmen stellen. Denn während selbst Pessimisten bereits in 1- 2 Jahren von einer Erholung der wirtschaftlichen Daten ausgehen, wissen sogar Optimisten, dass der Mangel an Fachkräften ein Problem der nächsten Jahrzehnte sein wird. Selbst günstigste Bedingungen und Entwicklungen, werden das Problem nicht aus der Welt schaffen, wie die nachfolgende Grafik anschaulich erklärt.
Quelle: Immobilien Zeitung, DekaBank/Institut der deutschen Wirtschaft
Dreiteilige Aufgabe.
Das Top-Management und Personalverantwortliche stehen gemeinsam vor der Aufgabe den damit verbundenen Drei-Sprung hinzubekommen:
- Die Personalzahlen – und -werbung den ökonomischen Bedingungen anpassen
- Durchführung eines aktiven Talentmanagements zur Bindung, Förderung und Rekrutierung der besten Mitarbeiter
- Langfristig Employer-of-Choice werden – oder bleiben
Inbesondere Punkt 1. harmoniert dabei nicht soooo gut mit den anderen Anforderungen. Aber dennoch bringt nur die Kombination dieser Aufgaben den besten Erfolg. “Nur Arbeitgeber, die ihre Leute wertschätzen und fördern, können langfristig hochqualifizierte Leute binden. Engagement und gutes Betriebsklima lassen sich nicht verordnen, Firmen müssen hier mit Ausdauer investieren”, so Frank Hauser, Geschäftsführer des Great Place to Work Institute Deutschland (Quelle: Handelsblatt, 13./14./15. Februar 2009, Nr. 31, “Leistung gegen Vertrauen”). Eine weitere Umfrage des Instituts unter 314 Firmen und 37.000 Beschäftigen belegt: Mitarbeiterorientierung zahlt sich aus. Sie steigert das Engagement in der Belegschaft und zugleich den Unternehmenserfolg im Schnitt um 30%.


