Worum geht´s?
Viele Unternehmen investieren eine Menge Aufwand und Budget in das Employer Branding zur Prägung ihrer Arbeitgebermarke: Dazu werden Analysen, Konzepte, Medien, Werbemittel und -maßnahmen eingekauft, produziert und verbreitet. Alles mit dem Ziel, letztendlich als “Employer of Choice” einen Wettbewerbsvorteil bei der Wahl und der Bindung qualifizierter Mitarbeiter zu erlangen.
Aber nicht nur Unternehmen investieren in ihre Marken. Immer mehr Mitarbeiter, Ex-Mitarbeiter, freie Mitarbeiter und sonstwie Mitarbeitende investieren Engagement, Zeit, Geld und riskieren manchmal sogar ihren Job für die gezielte Meinungsäußerung über ihre gegenwärtigen, zukünftigen und Ex-Arbeitgeber. Sie berichten, loben, motzen. Sie tun dies mit den Möglichkeiten, oft auch mit der Professionalität von Journalisten, Autoren und anderen Meinungsbildnern. Und sie tun dies mit deren Mitteln: Auf eigenen Websites, in Blogs, Podcasts, auf Meinungsportalen und mit allem, was das Internet sonst noch zu bieten hat. Oft sind die so entstehenden Beiträge authentisch und glaubwürdig. Manchmal gut und manchmal schlecht publiziert und produziert. Aber – und das ist das Entscheidende daran – die Anzahl der Meinungsäußerungen steigt und steigt. Die Unternehmen und die Medien haben ihr “Informationsmonopol” verloren.
Kann man anhand dieses Trends, der maßgeblich durch die Möglichkeiten des Internet und der Web 2.0 – Welle ausgelöst wurde, bereits von “Employee Branding” als einer zentral wichtigen, ergänzenden Facette vom “Employer Branding” sprechen? Davon, das Mitarbeiter das Image eines Unternehmens entscheidend, weil aktiv, prägen? Was bedeutet das für Sie, Ihr Unternehmen oder Ihre Arbeit? Wie kann die Entwicklung genutzt oder ihr begegnet werden?
Die Idee zur Initiierung dieses Blogs kam mir bei den Vorarbeiten zu dem Vortrag “Web 2.0: Die neuen Möglichkeiten für das Personalmarketing mit dem “neuen” Internet”. Am 21. September 2006 sprach ich zu diesem Thema vor den Vertretern der JobStairs®-Partnerunternehmen im Rahmen eines Symposiums in Wiesbaden und hatte den Eindruck, dass es zu diesem Thema eine Menge zu besprechen und auszutauschen gibt.
Ich lade Sie ein das Thema an dieser Stelle anhand von Beiträgen, Beispielen und Kommentaren mit Ihnen gemeinsam zu diskutieren. Ich freue mich auf eine rege Beteiligung!
P.S.: Der Begriff “Employee Branding” wurde die Tage von mir bei Wikipedia mit einer Definition veröffentlicht. Ich würde mich freuen, wenn Sie dort und an dieser Stelle an einer facettenreichen Beschreibung mitarbeiten würden.
